O Reilly Automotive Aktie Prognose O’Reilly Automotive: Rückenwind … gerade weil der woanders fehlt

News: Aktuelle Analyse der O Reilly Automotive Aktie

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O Reilly Automotive
ISIN: US67103H1077
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Zur O Reilly Automotive Aktie

Die Aktie des US-Autoteilehändlers O’Reilly Automotive läuft derzeit von einem Rekordhoch zum nächsten. Und dahinter steckt durchaus Logik. Neben dem argumentativen Rückenwind glänzt aber auch das Chartbild an sich durch einen bislang beeindruckenden Aufwärtstrend.

O'Reilly Automotive Aktie: Chart vom 28.03.2025, Kurs 1.408,55 US-Dollar, Kürzel: ORLY | Online Broker LYNX
O’Reilly Automotive Aktie: Chart vom 28.03.2025, Kurs 1.408,55 US-Dollar, Kürzel: ORLY | Quelle: TWS

Wir sehen, dass der Kurs Ende Januar das im Dezember entstandene, bis dahin als Rekordhoch fungierende Zwischenhoch überbot. Es folgte eine Konsolidierungsphase, bei der das alte, jetzt als Support fungierende Hoch zweimal getestet wurde und hielt. Als Folge wurde im Verlauf der vergangenen Woche das zuvor entstandene neue Hoch überboten. Ein idealtypisches Bild, das umso auffälliger daherkommt, als die Aktie im Nasdaq 100 gelistet ist, der sich derzeit in die Gegenrichtung, sprich nach unten, orientiert.

Zwar ist der Kurs im Zuge seines laufenden, im vergangenen Juni etablierten Aufwärtstrends derzeit etwas heißgelaufen, wie der im Chart unten mit eingeblendete Stochastik-Oszillator zeigt. Hinzu kommt, dass sich die Aktie ungewöhnlich weit von ihrer 200-Tage-Linie abgesetzt hat. Beides deutet an, dass eine Korrektur jederzeit denkbar wäre. Aber ob das die Käufer dauerhaft verunsichern und ein Rücksetzer am Ende zu einer Abwärtswende würde, ist eher fraglich. Denn dieser so perfekt daherkommende Trend hat Rückenwind seitens der Rahmenbedingungen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur O Reilly Automotive Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: O’Reilly Automotive, deren Läden unter O’Reilly Auto Parts firmieren, ist ein großer US-Autoteile-Händler, der Werkstätten und Privatkunden mit Autoteilen und Kfz-Zubehör versorgt. Ein Umsatz von 16,7 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr und die Mitarbeiterzahl von 75.000 machen deutlich: Das ist ein „Big Player“ in diesem Bereich. In einem Bereich, dem die Anleger derzeit eine Menge Potenzial zubilligen … und damit keineswegs Luftschlösser bauen, denn:

Durch die jetzt verhängten, immensen Einfuhrzölle … durch das Problem, dass auch US-Autobauer teurer produzieren, weil Stahl- und Aluminiumimporte ebenso einem 25-prozentigen Einfuhrzoll unterliegen … und durch die Ankündigung, dass ab Mai dann auch importierte Autoteile höhere Zölle sehen werden, werden die Neuwagenverkäufe in den USA vermutlich erheblich unter Druck geraten. Viele werden zusehen, dass sie ihre vorhandenen Fahrzeuge lieber intensiver warten und öfter reparieren, statt einfach einen neuen Wagen zu kaufen. Und das würde für O’Reilly steigende Umsätze, Margen und Gewinne bedeuten.

Dass diese Aktie auch weiterhin im Aufwärtstrend läuft, wäre also von der derzeitigen Entwicklung in den USA gestützt. Allerdings sollte man sehen, dass die Aktie mit einem derzeitigen Kurs-/Gewinn-Verhältnis von gut 30 teurer ist als in früheren Jahren, wo diese Bewertung meist zwischen 20 und 25 lag. Da wurde also schon einiges von einer positiven Zukunft vorweggenommen, was sich auch darin zeigt, dass das durchschnittliche Kursziel der Analysten gerade erreicht wurde. Diesem Trend noch hinterherzulaufen, könnte also ein wenig riskant werden. Die Aktie aber in einer Korrektur abzugreifen, sobald der Kurs an/über wichtigen Unterstützungen gedreht hat, wäre allemal einen Gedanken wert.

Quellen:
Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/ORLY/analysis/

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.
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Vorherige Analysen der O Reilly Automotive Aktie

O’Reilly Automotive ist ein langfristiger Outperformer, hat gerade ein Kaufsignal ausgelöst und obendrein dürften die Prognosen zu niedrig sein.

Kursbewegungen ohne Substanz

Im kurzfristigen Zeitfenster sind die meisten Kursbewegungen charttechnisch getrieben und haben überhaupt nichts mit der geschäftlichen Realität eines Unternehmens zu tun.

Aktien steigen oder fallen ohne jeden ersichtlichen Grund, abgesehen von charttechnischen Erwägungen.
Beispiele dafür findet man wie Sand am Meer.

Der Kurs von O’Reilly Automotive ist gestern beispielsweise um 3,57% gestiegen, News gab es keine.

O'Reilly Automotive Aktie: Chart vom 18.06.2024, Kurs: 1.043 - Kürzel: ORLY | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
O’Reilly Automotive Aktie: Chart vom 18.06.2024, Kurs: 1.043 – Kürzel: ORLY | Quelle: TWS

Die letzten Quartalszahlen liegen Wochen zurück, die nächsten werden in etwa einem Monat veröffentlicht. Es gab auch keine Anpassung des Ratings oder Quartalszahlen bei der Konkurrenz, einfach nichts.

Nachdem die Aktie über 1.005 USD ausgebrochen ist, dürften etliche Algos und Trader auf den Zug aufgesprungen sein.
Wie Sie sehen, spielt die fundamentale Lage – oder man könnte auch sagen die Realität – kurzfristig keine Rolle.

Chance statt Hiobsbotschaft: Kursschwankungen nutzen

Was sich wie eine Hiobsbotschaft anhört, ist in Wirklichkeit ein Segen. Wer dazu in der Lage ist, den intrinsischen Wert von Unternehmen auch nur halbwegs richtig einzuschätzen, kann die Kursschwankungen für sich nutzen.

In der Zeit, in der der Kurs von O’Reilly Automotive von 1.168 auf 950 USD gesunken ist, hat sich am Unternehmen selbst überhaupt nichts verändert.

Der Rücksetzer entspricht einem Kursverlust von nahezu 20%. Das ist in etwa die durchschnittliche Rendite, die man mit der O’Reilly -Aktie in den letzten 10 oder auch 20 Jahren erzielen konnte.

O’Reilly ist demnach ein massiver Outperformer und hat den S&P500 um Längen geschlagen. Rücksetzer haben sich am Ende immer als Gelegenheit herausgestellt und da sich am Geschäftsmodell und den zugrundeliegenden Dynamiken wenig geändert hat, stehen die Chancen gut, dass das auch in Zukunft gilt.

Langfristige Outperformance: Studien belegen systematische Fehleinschätzungen

Tatsächlich werden Outperformer an der Börse systematisch zu niedrig bewertet. Wie wären die folgenden Studienergebnisse sonst zu erklären?

In seinem Buch „The Joys of Compunding“ verweist Gautam Baid auf eine Studie, die sich über zwei Dekaden erstreckt hat.

Demnach waren 80% der Aktien, die zu Beginn der Studie Outperformer waren, auch 20 Jahre später noch Outperformer. Dasselbe gilt umgekehrt.
Die Trefferwahrscheinlichkeit erstaunlich hoch.

Das bedeutet, dass an der Börse systematisch Fehler gemacht werden, sonst wäre es nicht möglich, dass die Outperformance von Aktien über einen so langen Zeitraum Bestand hat.
Qualität wird unterschätzt und zu niedrig bewertet und umgekehrt – die meisten mittelprächtigen Unternehmen sind hingegen zu hoch bewertet.

Bitte beachten Sie, dass wir es hier mit Statistik zu tun haben. Beispiele, bei denen es anders aussieht, lassen sich immer finden. 80% sind eben keine 100%.
Es ist jedoch eine äußerst gute Ausgangsbasis.

Das ist die Grundlage für Outperformance

Man könnte eine ganze Reihe von Gründen dafür nennen, warum die Outperformer der Vergangenheit in der Regel auch in Zukunft den Markt schlagen.
Dazu gehört beispielsweise, dass sich Unternehmen und Märkte in den meisten Fällen nur langsam verändern.

Erfolgsmodelle werden in den seltensten Fällen über Nacht obsolet. Und mittelprächtige Unternehmen lösen ihre Probleme auch nicht über Nacht.

Hinzu kommt, dass die Konsensschätzungen bei vielen Top-Unternehmen ständig zu niedrig sind.
O’Reilly hat die Erwartungen in den letzten fünf Quartalen durchweg übertroffen.

Man würde vielleicht annehmen, dass daraufhin die Konsensschätzungen für den Gewinn in diesem Jahr gestiegen sind, doch das Gegenteil ist der Fall – sie wurden in den letzten 6 Monaten von 42,72 auf 42,14 USD je Aktie gesenkt.

Wenn Ihnen jetzt die Fragezeichen durch den Kopf schwirren, zeigt das nur, dass da oben noch alles richtig funktioniert.

Die Vermutung liegt nahe, dass die Konsensschätzungen für 2024 zu niedrig sind. Selbst wenn sie es nicht sind, kommt O’Reilly auf eine forward P/E von knapp unter 25, was in Anbetracht von zweistelligen Wachstumsraten und dem vorliegenden Geschäftsmodell vertretbar ist.

Größere Rücksetzer könnten sich demnach als Gelegenheit herausstellen.

Geschäftsmodell

O’Reilly Automotive gehört zu den führenden Einzelhandelsunternehmen im Bereich Ersatzteile, Werkzeuge, Zubehör und Wartungsmaterialien für Kraftfahrzeuge in den Vereinigten Staaten.

Mit einem Netzwerk von über 6.131 Filialen in den USA und Puerto Rico, 63 in Mexiko und 23 in Kanada bedient O’Reilly sowohl professionelle Werkstätten als auch Hobbymechaniker.

Die Firma bietet eine breite Palette an Produkten, die von einfachen Ersatzteilen wie Batterien und Ölfiltern bis hin zu speziellen Werkzeugen und Diagnosegeräten reichen.

O’Reilly legt großen Wert auf Kundenservice und Schulung, was sich in ihren umfangreichen Programmen zur Unterstützung von Mechanikern und DIY-Enthusiasten widerspiegelt. Dazu gehören Schulungen, Online-Ressourcen und technische Unterstützung durch Fachpersonal in den Filialen.

Die Branche ist stark fragmentiert ist, daher führt O’Reilly auch immer wieder Übernahmen durch und integriert die Filialen in das bestehende Netzwerk ein.
Dadurch ergeben sich entsprechende Vorteile im Einkauf, wodurch die Profitabilität der neuen Niederlassungen deutlich gesteigert werden kann.