Wer wissen will, wie es mit Apple, AMD, Nvidia, Qualcomm & Co. weitergehen könnte, muss sich die Entwicklung von Taiwan Semi anschauen.
Zahlen, die bewegen: Ein Blick auf die aktuelle Umsatzentwicklung
Es wird langsam zu einer Tradition, dass wir uns jeden Monat wieder die Umsatzzahlen von Taiwan Semi anschauen. Damit legen wir die Hand an den Puls der Halbleiterindustrie.
Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) ist das weltweit größte Auftragsfertigungsunternehmen für Halbleiter und eine Schlüsselfigur in der globalen Technologiebranche.
Jeder von Ihnen an den Bildschirmen und Smartphones hat etliche Chips von TSMC zuhause. Egal ob der Prozessor in einem iPhone, WIFI & Bluetooth-Chips oder das Power-Management in einem Samsung-Smartphone, am Ende kommt das meiste von Taiwan Semi.
Dasselbe gilt natürlich auch für etliche andere elektronische Geräte.
Das Geschäftsmodell von TSMC basiert auf dem sogenannten „Pure-Play-Foundry“-Ansatz. Im Gegensatz zu Unternehmen wie Intel oder Samsung, die sowohl Chips entwickeln als auch fertigen, konzentriert sich TSMC ausschließlich auf die Halbleiterproduktion für Kunden wie Apple, AMD, NVIDIA, Qualcomm und viele mehr.
Abkühlung oder anhaltender Boom?
Vor allem im High-Tech-Segment dominiert man den Markt geradezu vollständig. Intel hat teilweise den Anschluss verloren, inzwischen hält nur noch Samsung halbwegs mit.
Bei Fertigungsgrößen von 5 Nanometern hat man einen Marktanteil von über 80 % und bei 3 Nanometern sind es über 90 %.
Taiwan Semi ist demnach ein Vorläufer für die gesamte Branche und sogar ein Gradmesser für die Weltwirtschaft. Kühlt sich die Nachfrage bei TSMC ab, deutet das auf eine nachlassende Dynamik im weltweiten Halbleitersektor hin.
Es lohnt sich also, genau hinzuschauen. Im vergangenen Jahr konnte der Umsatz um 33,9 % gesteigert werden, wobei die Dynamik im Jahresverlauf eher zugenommen hat, was aber vor allem am schwachen Januar und Februar lag.
In diesem Jahr sieht das ganz anders aus. Taiwan Semi ist stark ins Jahr gestartet und hat einen Umsatzsprung um 35,9 % auf 293,3 Mrd. Taiwan-Dollar verzeichnet. Umgerechnet entspricht das einem monatlichen Umsatz von 8,65 Mrd. Euro.
Erwartungen zu niedrig?
Mich erinnert das alles ein wenig an die Situation vor einem Jahr, als ich nicht jeden Monat wieder, aber sicherlich ein halbes Dutzendmal darauf hingewiesen habe, dass die Konsensschätzungen zu niedrig waren, was sich am Ende auch als richtig herausgestellt hatte und einen Höhenflug der Aktie ausgelöst hatte.
Derzeit erwarten die Prognostiker im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 21 %.
Ich bin da etwas optimistischer, denn es gibt aus meiner Sicht keine greifbaren Gründe, warum die Dynamik in diesem Umfang nachlassen soll. Bisher hat sie es auch noch nicht.
Es ist zwar nur einer von zwölf Monaten, aber die Daten aus dem Januar sprechen gegen eine nachlassende Dynamik.
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Größere Rücksetzer dürften sich demnach als Gelegenheit herausstellen. Sollte es dazu kommen, könnten antizyklische Investoren beispielsweise bei 180 – 190 und 150 – 157 einen Einstieg erwägen.
Bricht die Aktie hingegen über 210 USD aus, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit Kursziel Allzeithoch.
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